Informationen über die Stadt Duisburg
Erstmals erwähnt wurde eine Siedlung im Jahr 883 mit dem Namen Duisburg. Als Handelspunkt an Rhein und Ruhr wurde die Stadt schnell groß und wurde im Jahr 1407 in die Hanse aufgenommen. Der Standort an Rhein und Ruhr sorgt bis heute dafür, dass Duisburg ein Handelszentrum geblieben ist. Mit gut 500.000 Einwohnern zu den größten Städten in Deutschland zählt – leider aber auch zu den ärmsten Städten.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Duisburg wegen der Schwer- und Montanindustrie stark getroffen und ab 1943 auch tagsüber bombardiert. Kurz um: In Duisburg haben nur wenige Häuser den Krieg überlebt. Die Altstadt gibt es zwar noch dem Namen nach – nur steht dort fast kein Haus was älter als 1950 ist. So geht es vielen Stadtteilen. Also bitte nicht wundern. Ein Denkmal gegen den Krieg ist unter anderem die Salvatorkirche. Deren Spitze wurde im Krieg getroffen und nicht wieder aufgebaut. Wenn es dunkel wird, bilden LED Strahler mittlerweile die Spitze nach und man erahnt wie hoch diese Kirche früher war.
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau von Duisburg und eine der Hochzeiten in Duisburg. Stahl, Kohle und der Hafen florierten und Duisburg und seine Bürger konnten durch harte Arbeit einen gewissen Wohlstand aufbauen. Der Stadtteil Ruhrort war wegen seiner Zentralen Lage im Hafen extrem erfolgreich. Es gab in Ruhrort weit über 350 Kneipen und ja – auch Bordelle nach Nachtclubs. Dies waren mehr als in Hamburg auf der Reeperbahn. Mit dem Wegbruch der Montanindustrie erfolgte ein Wandel zurück zu
Handel und Logistik. Dieser Wandel ist immer noch nicht abgeschlossen, aber mit den Logports – großen Container Terminals sieht man überall am Rhein in Duisburg den Wandel der Zeit. Die Logports und Häfen sind einer der größten Arbeitgeber in Duisburg – können den weg fall der Schwerindustrie aber nicht annähernd auffangen.
Ein positiver Effekt des Sterbens der Montanindustrie ist, dass der Grünanteil der Stadt mit knapp 45 % der Stadtfläche einer der größten ist in ganz Deutschland. Seit 2008 können die Duisburger auch endlich den Rhein in Duisburg sehen: Der Rheinpark wurde eröffnet. Vorher war dies wegen der Industrie so gut wie unmöglich. Der Rheinpark wird auch 2027 teil der IGA – internationalen Garten Ausstellung sein. Auch ein Überbleibsel der Schwerindustrie ist der Landschaftspark Nord – ein altes Stahlwerk – das man heute kostenlos besuchen kann.
Sie sehen, Duisburg hat viel erlebt – wir freuen uns, wenn Sie sich Zeitnehmen diese unsere alte Stadt zu erkunden.
Familie Hesselmann